Mitarbeit Projekt "Haussicht by Alfredo Häberli"
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Mitarbeit Projekt "Haussicht by Alfredo Häberli"

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1/12 - Aussenansicht

Hausdesigner : Stephan Rehm

Stephan Rehm

Hausdaten

Außenmaß 25 x 12 m bzw. 13 x 8 m
Wohnfläche 397,6 m²

"Haussicht" von Baufritz als konstruktive Herausforderung

 
Design meets Baukunst
 
Wer wirklich Neues schaffen möchte, muss ausgefahrene Wege verlassen und bereit sein, ein Wagnis einzugehen.
Das war für Helmut Holl, Projektleiter und ehemaliger Geschäftsführer von Anfang an klar, und rückblickend konstatiert er: "Das Projekt Haussicht, die konsequente Verbindung von Architektur, Design, - und unseren ökologischen Wertevorstellungen war für das gesamte Team ein Abenteuer".
 
Das Abenteuer wurde gemeistert. Das heißt, beide Seiten – in persona Designer Alfredo Häberli und Architekt Stephan Rehm – waren offen füreinander, bereit den anderen zu verstehen und auch fremde Ideen in die eigene Denkwelt aufnehmen.
"Wir wollten Grenzgänger sein, Dinge neu durchdenken und Möglichkeiten ausloten", sagt Rehm. "Wir suchten Wege, eine neue Holzbausprache zu entwickeln, den Konstruktionen Leichtigkeit zu geben und beispielsweise die Statik spürbar zu machen", erklärt Häberli, dem man nachsagt, beim Designen mit dem Herzen zu denken.
Entstanden ist ein Gebäude, das keine Kulissenarchitektur zeigt, sondern echten, sichtbaren Holzbau. Design und Architektur fließen ineinander, was bei der neuartigen Fassade aus haushoher Vertikalverschalung ("Häberli-Schalung") ebenso deutlich wird wie bei den üppigen Glasflächen mit schlanken Holzständern dazwischen und der hinterlüfteten Hartbedachung aus Blech, die die Robustheit eines geneigten Daches mit Flachdacharchitektur verbindet.
 
Ökologischer Holzsystembau
Rein praktisch ging es auch darum, gemeinsam Lösungen für eine moderne, ökologische Holzsystembauweise zu entwickeln, die trotz standardisierten Details eine freie architektonische Gestaltung ermöglicht.
Fazit: Die Ideen und Designvorgaben konnten von Baufritz bis auf Nuancen konstruktiv umgesetzt werden und fließen in die reguläre Häuserproduktion ein. Wobei es für Häberli, der üblicherweise kleinere Gegenstände wie Trinkgläser oder Sitzmöbel gestaltet ein echtes Aha-Erlebnis gab: In diesem Fall sah er seine Schöpfung erst nach dem Bau 1:1 und in voller Größe. 
 
Weitere Informationen unter www.alfredo-haeberli.com
 
Fotos: Jonas Kuhn, Zürich