Wriedt
Übersicht
<

Wriedt

>
1/8 - Außenansicht

Hausdesigner : Oliver Engelhardt

Oliver Engelhardt
"Kompakt und energieoptimiert. Das waren die zwei Kernaspekte bei der Planung dieses PlanMit-Hauses im Unterallgäu. Die größte Besonderheit ist das weiße Klimaschutzdach, das nicht nur für einen einzigartigen Designeffekt sorgt, sondern gleichzeitig zur Reduzierung der Erderwärmung beiträgt. Denn: Die hellen Dachflächen reflektieren die Strahlung der Sonne einfach zurück ins All. Die PlanMit-Architektur kann durch einen eingeschossigen Kubus erweitert werden, in dem das Büro Platz findet. Diese Anordnung, im Zusammenspiel mit der Garage, sorgt für einen blickgeschützten Terrassenbereich. Weil die Haustechnik nur sehr wenig Platz in Anspruch nimmt, lässt sich der Grundriss problemlos auch ohne Keller umsetzen."

Hausdaten

Außenmaß 11,95 x 8,83 m
Wohnfläche 178 m²
PV-Anlage 55 m²
Wärmepumpe

Smart Home Wriedt

Klimaschützendes Design-Familienhaus mit integriertem Office-Anbau

 
Die Topografie des 440 m² großen Grundstücks, lang, schmal und an eine landwirtschaftliche Nutzungsfläche grenzend, stellte zusammen mit der erforderlichen Geschossflächenzahl, Abstandsflächen und Baulinienverordnung, eine architektonische Herausforderung dar. Neben einem ca.160 m² großen, modern geschnittenen Wohngebäude sollte zudem ein großer Garagenanbau sowie ein "angedocktes Office" für die Werbeagentur des Kunden auf dem kleinen Grundstück realisiert werden. So entstand die Idee dreier geschickt platzierter Baukörper: Haupthaus, Garagen und das Büro. Gleichzeitig ergab sich durch die Anordnung der Baukörper an der Südwest-Seite ein Atrium, das durch Betonmauern optimalen Sicht-und Windschutz bietet – ein wunderbares Outdoor-Wohnzimmer. Anthrazitfarbener Basaltsplitt vergrößert optisch den entstandenen L-förmigen Innenhof. Durch die Grenzbebauung war es möglich, ein Maximum an Wohnfläche und Wohnkomfort zu realisieren.
 
mehr
Nach Nordosten öffnet sich das zweigeschossige, 160 m² große Gebäude in kompakter Architektur  mit Satteldach ohne Vor- und Rücksprünge. Ursprünglich sollte das Dach klassisch in Ziegelrot gedeckt werden. Aber dann wurde das Zuhause zum neuen Vorzeigeprojekt für nachhaltigen Hausbau. Denn das Dach wurde als erstes Klimaschutzdach Deutschlands mit weißen Dachziegeln gedeckt, trotz anfänglich großem Widerstand seitens der Behörden. Unterstützt wird diese Initiative gegen die globale Erderwärmung auch von Prof. Dr. Stefan Emeis vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung in Garmisch-Partenkirchen. Er erklärt: "Weiße Dächer haben den Effekt, das eintreffende Sonnenlicht direkt zurück ins Weltall zu reflektieren. Somit entsteht weniger Aufheizung der Dachflächen und der Umgebung. Die schönste Vermeidungsstrategie gegen die Erderwärmung, die wir uns vorstellen können.
 
Die Fassade, filigrane Lärchenhölzer und biologischer Mineralputz, dahinter das ökologisch vorbildliche Kernstück - die Voll-Werte-Wand. Das Tragwerk aus heimischem, unbehandeltem Vollholz, der Wärme- und Hitzeschutz mit baubiologisch wertvoller Holzspänedämmung. Sie ist der weltweit erste Naturdämmstoff, der die begehrte "Cradle to Cradle"-Zertifizierung erhielt. Das EPEA-Institut (Environmental Protection Encouragement Agency) in Hamburg unter Leitung von Prof. Michael Braungart vergibt die Auszeichnung nur für Produkte, die "von der Wiege bis zur Wiege" nachhaltig sind.
 
Die patentierte Elektrosmog-Schutzebene, ebenfalls unsichtbar, aber für gesundes Wohnen eine Grundvoraussetzung wurde auch hier eingebaut. Sie reduziert äußerst wirkungsvoll und nachweislich gesundheitsbelastende Elektrosmogstahlen z. B. verursacht durch Mobilfunksender, Flugradar oder S-Bahn-Linien.
 

Garantie für gesundes Wohnklima!

 
Die ganzheitliche Bauweise des Designhaus-Konzepts wurde so perfektioniert, dass in jedem neuen Kundenhaus eine spezielle Luftschadstoff-Messung durchgeführt wird. Ein Gesundheits-Zertifikat garantiert dann die Unbedenklichkeit der eingesetzten Baumaterialien.
 
Im Innern setzt sich das klare Außenkonzept fort. Eine mittig eingezogene Wandscheibe im Erdgeschoss des Haupthauses trennt nicht nur Eingangsbereich, Treppenhaus und Technikraum vom kommunikativen Wohnraum. Diese ermöglicht auch eine Deckenspannweite von 12 Metern in der offenen Wohnküche. Kochinsel und der sich anschließende Tresen in gleicher Höhe, eine Idee der Bauherrin, betonen die Raumlänge. Vier Schirmleuchten und die Trennwand in Anthrazit unterstreichen sie zusätzlich. "Familie und Freunde sitzen am liebsten auf den Barhockern, die Kinder spielen lieber im Wohnzimmer", erzählt die Bauherrin. Die Geradlinigkeit der Architektur akzentuiert sie mit ihrer puristischen Einrichtung. Trotzdem wirkt das Erdgeschoss freundlich: Eichenholzdielen erden und wärmen überall. Eine einläufige Treppe führt ins Obergeschoss. Um den zentralen Flur mit wenig Verkehrsflächen gruppieren sich Kinder- und Gästezimmer, zwei Bäder, Abstellraum und das Elternschlafzimmer mit separater Ankleide.
 
Ein zukunftsweisendes und platzsparendes Luft-Wärmepumpensystem beheizt das gesamte Gebäude und den Officeanbau im Winter und kühlt im Sommer. "Das System ist phantastisch", meint die Baufamilie, "über die äußerst geringen Heizkosten und die kühlende Wirkung in der heißen Jahreszeit freuen wir uns ganz besonders."
 
Der eingeschossige Officebau  bietet genügend Platz für Büro; Kundenempfang und Fotoarchiv. Hier genießt man auch mal in Ruhe den Blick in die Natur durch das groß dimensionierte Atelierfenster – natürlich dreifach verglast!